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Bewerbungsgespräch auf Deutsch – Tipps der HR-Expertin |Deutsch für High Professionals

Bewerbungsgespräch auf Deutsch – Tipps der HR-Expertin |Deutsch für High Professionals

Interview-Transkript

Vasilena: Hallo lieber Deutsch-Enthusiast. Hier ist Vasilena von business-nemski.com, wo ich dir zeige, wie du Deutsch, Businessdeutsch, mit Spaß und Leichtigkeit lernst. Heute habe ich wieder mal einen Interviewpartner eingeladen. Und ich freue mich total, dir diese Person vorzustellen, weil sie nicht nur ein ganz besonderes Knowhow mitbringt und uns ganz viele interessante Sachen erzählen wird, sondern weil das auch meine beste Freundin vom Studium ist. Warum habe ich meine beste Freundin eingeladen? Sie ist zufälligerweise auch HR-Managerin und arbeitet in der Personalabteilung eines Unternehmens. Deshalb habe ich mir gedacht, dass sie ganz viele interessante Informationen für dich hat, was du in Deutschland beachten solltest, wenn du dich um eine Stelle hier bewirbst. Ich bekomme sehr viele Fragen per Email und auch auf meinem Blog von Lesern, die gerne wissen möchten, was in so eine Bewerbung gehört, was man dann beim Bewerbungsgespräch sagen sollte und ob es eventuell auch Standardantworten auf die Fragen gibt, sodass man bestens vorbereitet ist. Und genau diese Fragen habe ich Babette gestellt. Deshalb freue ich mich sehr, sie dir vorzustellen und die Fragen auf all diese Antworten zu finden. Meine liebe Babette, hallo.

Babette: Hallo, Vasi.

Vasilena: Hallo, Babette. Es freut mich total, dass du hier mein Gast bist. Ich habe auch schon kurz in der Einführung gesagt, woher wir uns kennen. Ich glaube, mittlerweile schon seit 15 Jahren?

Babette: Oh ja, auf jeden Fall. Fast 16 sogar. Genau. Ganz, ganz lange.

Vasilena: Schon ganz, ganz lange. Ja, vom Studium. Und ich kann mich noch genau daran erinnern, wie wir uns kennengelernt haben.

Babette: Ich auch. Im Sprachunterricht, im Englischunterricht.

Vasilena: Tatsächlich. Also die Fremdsprachen haben schon immer eine sehr wichtige Rolle in meinem Leben gespielt.

Babette: Genau. Gemeinsam Sprachen gelernt und gemeinsam in der Lerngruppe uns kennengelernt.

Vasilena: So ist das. Und möchtest du dich ganz kurz vorstellen? Wer bist du? Was machst du? Was sind die Schwerpunkte deiner Arbeit?

Babette: Genau, mache ich gerne. Heute erstmal ungewöhnlich, weil die Situation genau umgedreht ist. Sonst interviewe ich ja immer ganz gern. Also ein bisschen aufgeregt bin ich auch. Also ganz kurz zu mir. Babette bin ich. Wir kennen uns seit 15, 16 Jahren mit der Vasi, schon ganz, ganz lange und haben zusammen in Dresden studiert, beide BWL studiert. Und jetzt bin ich eigentlich – muss gerade überlegen – seit zehn Jahren im Juli in einem Unternehmen, in einem kleinen, mittelständischen Unternehmen, in der organischen Elektronik und bin da eben im Personalbereich, für den Personalbereich verantwortlich als HR-Managerin. Genau.

Vasilena: Ganz aufregend, Babette. Ich kann mich auch noch erinnern, als du damals dein Bewerbungsgespräch bei der Firma hattest.

Babette: Oh ja. Da war ich auch ganz sehr aufgeregt.

Kann ich auf jeden Fall noch ganz gut nachvollziehen. Also von daher, und ich kann auch die Bewerber gut verstehen und hoffe einfach, dass ich ein paar gute Tipps vielleicht habe für deine Schüler.

Vasilena: Bestimmt, bestimmt. Ja, welche Schwerpunkte hat konkret deine Arbeit im Unternehmen?

Babette: Genau. Ja, ist gar nicht so einfach zusammenzufassen. Ich bin da nämlich Einzelkämpferin. Das heißt, was so den HR-Bereich, den Personalbereich, angeht, decke ich eigentlich alles ab. Wenn ich mal aus Bewerbersicht sprechen würde, würde ich sagen, „Ich sehe euch quasi im Interview als erstes, dann seht ihr mich am ersten Tag. Ich mache also das gesamte Recruiting, dann betreue ich euch bei der Einführung, beim Onboarding. Dann sehen wir uns quasi die ganze Zeit im Unternehmen. Ich betreue euch. Ich entwickle euch weiter. Was man eben alles so macht. Helfe euch bei den kleinen und großen Problemen und versuche euch einfach so zu unterstützen, unsere Mitarbeiter, dass sie ihre Arbeit möglichst problemlos auch machen können. Und ansonsten einfach von A bis Z. Auch Austritte begleite ich. Alles, was ihr Personalarbeiter eigentlich so bereithält.“ Genau.

Vasilena: Also du kennst dich im Prinzip mit dem gesamten HR-Prozess aus.

Babette: Mittlerweile ja. Auch nicht von Anfang an, aber mittlerweile schon.

Vasilena: Sprechen wir nun ein bisschen mehr über Bewerbungen und Bewerbungsgespräche in Deutschland konkret. Meine Blog-Leser interessieren sich immer sehr für diese Themen. Deshalb fange ich zunächst mit Bewerbungen an. Wie würdest du aus deiner Sicht eine gute Bewerbung definieren? Was sollte enthalten sein?

Babette: Habe auch, als ich die Frage vorher gelesen habe, habe ich lange darüber nachgedacht, was ist es für mich, weil ich einfach schon so lange auch über Bewerbungen schaue. Am Ende ist es, glaube ich, ganz klar zu sagen, eine schöne, strukturierte, inhaltlich gut aufbereitete Bewerbung. Das ist erstmal wichtig. Das heißt, man muss sich immer vorstellen, derjenige, der das liest – in dem Moment ich – was braucht der für Informationen über mich? Also was habe ich bisher gemacht? Wo komme ich her? Welche Ausbildung bringe ich mit? Welche Erfahrung habe ich gesammelt? In welchem Unternehmen? Und einfach auch versuchen, das wirklich klar zu strukturieren, dass einfach vom Chronologischen her klar ist, wann habe ich was gemacht. Lebenslauf eben ganz, ganz wichtig. Nicht zu viel schreiben, aber eben auch nicht zu wenig. Das erlebe ich immer wieder, dass Bewerber im Anschreiben, beziehungsweise auch im Lebenslauf, einfach nur den Titel schreiben, manchmal das Unternehmen und das war es. Und dann kann man sich wenig darunter vorstellen. Und wichtig ist einfach, dass ihr wirklich schreibt, wann habt ihr was gemacht. Den Monat und das Jahr dazu. Welche Ausbildung habt ihr gemacht? Was war da so der Schwerpunkt vielleicht in der Ausbildung, gerade auch im Studium? Und dann auch – muss gerade überlegen – in den Schwerpunkten oder in den Berufserfahrungen, die ihr schon gesammelt habt, Job-Titel, Firma dazu. Auch welcher Ort. Also an welchem Ort war die Firma? Wo habt ihr gearbeitet? Und dann finde ich es eigentlich immer ganz schön, wenn im Lebenslauf einfach schon zwei, drei Stichpunkte stehen, was waren denn da eure Schwerpunkte. Also was genau habt ihr dort gemacht im Unternehmen? Das hilft einfach, das kennenzulernen. Am Ende ist es so, wenn ich mir eine Bewerbung anschaue, dann gucke ich mir als erstes wirklich den Lebenslauf an. Sprich, was habt ihr gemacht? Welche Qualifikationen bringt ihr mit? Habt ihr vielleicht auch irgendwo Lücken drin, wo man vielleicht mal kurz schreiben müsste, dass ihr vielleicht einen Auslandsaufenthalt hattet oder ein Praktikum gemacht habt? Das ruhig alles mit reinschreiben und versuchen, dass ihr am Ende keine zehn Seiten habt, aber eben auch nicht nur eine, wenn es einfach mehr zu sagen gibt. Dann ist noch ganz wichtig, das Anschreiben. Ich glaube, das fällt den meisten am schwersten. Und ich kann mich ehrlich gesagt noch ganz genau daran erinnern, wie das bei uns in der Phase war. Ich denke mal Vasi auch. Du nickst schon. Genau. Und ich weiß noch, wie wir damals überlegt haben, „Oh Gott! Was schreiben wir da rein?“ Dann haben wir gegoogelt und haben überlegt. Es gibt ja Standardschreiben und Musterschreiben ohne Ende. Ich glaube, einen Tipp, den ich da einfach hätte, wäre, so natürlich wie möglich. Wenn ich ein Standardanschreiben sehe, klar dann schaut man, welche Informationen kriege ich daraus. Gibt es eine zusätzliche Information, zum Beispiel Verfügbarkeit, in die Richtung? Aber am Ende ist es so, die Anschreiben, die ich mir eigentlich gemerkt habe in den zehn Jahren, das waren die, die aus dem Bauch heraus ganz natürlich waren, wo ich gedacht habe, „Mensch, doch, jetzt habe ich irgendwie schon einen Eindruck gehabt, ohne denjenigen vor mir zu sehen, wie er oder sie so ist.“ Also ein ganz authentisches Schreiben, das fand ich immer am besten. Aus dem Bauch heraus. Warum bewerbt ihr euch? Und was bringt ihr so mit?

Vasilena: Ich glaube, wenn man sich so ein Anschreiben aus dem Internet anschaut, hat man zunächst einmal ein bisschen Sicherheit. Okay, wie sollte das überhaupt aussehen? Wie fängt man an? Phrasen werden typischerweise verwendet. Das fand ich damals als Bewerberin ganz hilfreich.

Babette: Sicher.

Vasilena: Genau. Dann habe ich aber für mich überlegt, „Okay, wie kann ich dieses Anschreiben aber auf mich ummünzen und dann auch genau mit den Inhalten füllen, die auf mich zutreffen?“

Babette: Genau, so ist es. Das ist auch nicht falsch, sich da entlang zu hangeln, soll auch jeder machen. Dafür gibt es das am Ende. Ich sage einfach nur, am Ende ist es so, man muss da nicht unbedingt – also bei uns zumindest nicht unbedingt – eine gewisse Form einhalten, sondern eher überlegen, was kann ich denn in dem Anschreiben jetzt noch schreiben, was vielleicht im Lebenslauf nicht zu sehen ist. Also wirklich über mich. Was will ich denn über mich sagen, was das Unternehmen wissen sollte? Das ist eigentlich wichtig.

Vasilena: Prima. Und manchmal habe ich etwas vom Anschreiben, manchmal vom Motivationsscheiben gelesen. Sind das zwei verschiedene Sachen?

Babette: Anschreiben ist so ein bisschen mehr der Standard. Also das, was man auch im Internet findet, wo ich am Anfang sage, wo habe ich vielleicht die Stelle gesehen, warum bewerbe ich mich, nochmal ganz kurz was zur Qualifikation. Was habe ich gerade gemacht? Vielleicht habt ihr gerade einen Abschluss gemacht? Das würde ich da mit reinschreiben. Habt ihr bestimmte Fähigkeiten? Könnt ihr vielleicht sprachlich einfach, sage ich mal, hebt ihr euch von anderen ab? Und wann ist man so verfügbar? Das ist so das Standardanschreiben. Bei einem Motivationsschreiben, das geht eher in die Richtung, was ich gerade erklärt habe, dass man wirklich sagt, warum interessiert man sich denn jetzt eigentlich für die Stelle. Und was bringt man denn selber mit? Warum hat man Lust darauf? Was will man vielleicht auch verändern? Welche Erfahrung hat man schon gesammelt? Und wie will man das jetzt einbringen? Das ist dann wirklich ein Motivationsschreiben. Das macht man ganz oft, wenn man zum Beispiel interne Bewerbungen hat, im Unternehmen selber. Dann braucht man kein Anschreiben, sondern dann ist es tatsächlich das Motivationsschreiben. Warum will ich jetzt genau diese Stelle? Was denke ich, kann ich vielleicht besser machen oder anders machen? Und das würde man mit reinschreiben. Genau. Das ist eigentlich der Unterschied.

Vasilena: Wenn du dann so eine Bewerbung bekommst, ist bestimmt der erste Eindruck erstmal wichtig, wie die Bewerbung aussieht, ob sie vollständig ist, ob sie ansprechend aussieht. Und dann im zweiten Schritt, welche Informationen wecken dein Interesse als HR-Managerin besonders?

Babette: Man denkt immer, als ich die Frage gelesen habe, habe ich auch gleich darüber nachgedacht, was ist es denn am Ende für mich. Und ich weiß, wie wir damals rangegangen sind. Wir haben immer gedacht, wir müssen irgendwas ganz Tolles und Besonderes machen, um aufzufallen. Am Ende muss ich sagen nach zehn Jahren, für mich ist es das nicht. Sondern es ist tatsächlich klar aufgegliedert, was kann ich, was bringe ich mit an Erfahrung und passt das am Ende zur Stelle. Also so wähle ich aus. Die Bewerbung kann noch so toll sein und speziell sein, wenn ich die Erfahrung, die fachliche Erfahrung, oder sage ich mal, die persönlichen Erfahrungen, wenn ich da nichts herauslese, was zu der Stelle passt, die wir gerade haben, dann kann ich eben auch nicht einladen. So gern, wie ich das tun würde. Und deswegen sage ich am Ende, verwendet einfach ganz, ganz viel Zeit darauf, das ordentlich und strukturiert zu gestalten und aufzuschreiben, was habt ihr bisher auch gemacht, damit das für den Personaler klar ist. Weil, am Ende geht es nur um einen Abgleich von Qualifikationen und auch von Anforderungen, die man hat, damit man einfach sieht, was könnte passen. Einen Tipp, den man da vielleicht geben könnte, ist wirklich, sich mit der Stelle, auf die man sich bewirbt, zu befassen. Und mal abgesehen von den ganzen Anforderungen, einfach mal zu überlegen selber: Warum bewerbe ich mich darauf und was habe ich denn bisher gemacht, was passen könnte? Und so würde ich eigentlich bei jeder Stelle den Lebenslauf und das Anschreiben anpassen und wirklich reinschreiben, was bringe ich denn vielleicht schon mit, wo ich jetzt denke meiner Meinung nach, das habe ich schon gemacht und das sollte ich reinschreiben. Und genau danach gucke ich. Weil, manchmal ist es einfach so, wenn es nicht ganz geradlinig ist, was oft nicht schlimm ist, dass man aber trotzdem schon mal eine Schnittstelle hatte irgendwo oder eine Erfahrung gesammelt hat. Und dann sollte man sich auch darauf konzentrieren und einen Schwerpunkt legen und nicht einfach alles mit reinschreiben, was geht. Und das ist am Ende wichtig. Also klar und strukturiert und inhaltlich einfach gut nachvollziehbar. Was habt ihr gemacht? Und danach geht man am Ende.

Vasilena: Jetzt hast du, denke ich mal, auch schon zum Teil die Antwort auf meine nächste Frage gegeben. Wie entscheidest du, welchen Kandidaten du dann letztendlich zum Bewerbungsgespräch einlädst?

Babette: Also es sind tatsächlich, so wie ich gesagt habe, diese fachlichen Qualifikationen. Also sehe ich was, wo ich sage, das passt? Das muss tatsächlich nicht hundert Prozent passen, muss ich ehrlich sagen, wo man immer denkt. Ich muss nicht alles abhaken. Das muss ich nicht. Das ist so ein bisschen auch ein Bauchgefühl und die Erfahrung mittlerweile. Aber wenn ich einfach ein paar Eckpunkte auch sehe, wo ich sage, „Mensch, das könnte uns auch helfen.“ Da muss man nicht genau in dem Bereich gearbeitet haben, aber wo ich einfach denke, da braucht man vielleicht genau die gleichen Fähigkeiten oder hat in der gleichen Situation schon mal arbeiten müssen. Das hilft ungemein. Das ist so ein bisschen einfach auch die Erfahrung dann. Und dann lädt man ein. Und dann gibt es natürlich auch Bewerber, die bewerben sich einfach initiativ. Ich finde auch, das sollte man trotzdem machen. Nicht nur auf bestimmte Stellen. Weil, bei uns ist es so, ein kleines, mittelständisches Unternehmen, wir kriegen jetzt auch nicht hunderte von Bewerbungen. Und von daher mache ich eigentlich immer den Quercheck, auch wenn sich jemand auf eine bestimmte Stelle bewirbt oder initiativ. Ich schaue einfach immer, sehe ich was in der Bewerbung, wo ich sage, „Mensch, das ist eine Kompetenz. Der oder die hat was gemacht, das könnten wir noch brauchen.“ Und dann gucke ich mir das natürlich an und schaue einfach, ob wir nicht vielleicht auch mal so einladen. Das machen wir ganz, ganz oft, wenn gar nicht unbedingt eine Stelle schon ausgeschrieben ist, aber wir einfach sagen, „Ihr bringt irgendwas mit, was uns helfen könnte und wo ihr euch vielleicht auch wirklich gut einbringen könntet.“ Und dann sagt man, dann setzt man sich einfach mal zusammen, macht ein Interview und redet ganz, ganz offen darüber: Was bringt ihr mit? Was bringen wir mit? Könnte das für euch und für uns interessant sein? Und das ist manchmal auch ein Anhaltspunkt zu sagen, ich lade euch einfach ein und dann gucken wir uns das zusammen an. Also ganz, ganz unterschiedlich.

Vasilena: Letztendlich klingt das auch so für mich, dass man am Ende einfach ganz authentisch und ganz ehrlich sein sollte, dass man sich gar nicht so sehr überlegen müsste: Okay, wie klinge ich jetzt ganz toll? Sondern einfach seine eigene Stimme findet und ganz natürlich über die eigenen Erfahrungen spricht und wenn das dann auch passt, dann kommt es womöglich auch zum Bewerbungsgespräch.

Babette: Genau. Am Ende ist es so, habe ich auch ganz oft darüber nachgedacht wie es früher war, wir hatten die Situation ja auch. Wir haben auch immer überlegt, wie komme ich am besten an? Was schreibe ich da alles rein, damit ich angenommen werde? Aber am Ende ist es doch so – sagt sich jetzt leicht aus meiner Sicht – aber am Ende ist es doch so, ihr müsst einfach schauen, wollt ihr zu dem Unternehmen? Habt ihr da auch wirklich Lust drauf? Und so muss man sich am Ende dann auch bewerben. Und dann muss man vielleicht auch mal so ein bisschen auf, auch im Interview oder bei der Bewerbung, darauf vertrauen, dass der- oder diejenige, die da auf der anderen Seite sitzt – in dem Fall ich oder eben meine Kollegen – eben auch mal sagen, „Nein, das denken wir nicht, dass das passen würde.“ Weil es vielleicht auch manchmal nicht fachlich passt. Und dann braucht man das eben auch wirklich nicht persönlich nehmen, sondern ist einfach eine Entscheidung. Es sollen sich ja am Ende beide mit wohlfühlen. Und so gehen wir das eigentlich immer an.

Vasilena: Das ist interessant auch zu wissen, dass man tatsächlich auch die Begeisterung für das Unternehmen sicherlich rauslesen kann oder rausfindet dann spätestens.

Babette: Ja, also, es kommt immer ein bisschen auf die Stelle drauf an. Man muss auch nicht immer begeistert sein und ich brauche auch nicht, sage ich mal, Kandidaten, die mir dann im Interview oder in der Bewerbung Honig ums Maul schmieren und sagen, Mensch, wie toll sie das Unternehmen finden. Am Ende ist es doch so, jeder hat ja eine andere Motivation warum er sich bewirbt. Und ich habe zum Beispiel überhaupt kein Problem damit, wenn man auch im Anschreiben sagt, die meisten sagen, die haben eine neue Herausforderung, die wollen sich verändern. Aber einige sagen einfach auch, „Wisst ihr was? Es gefällt mir gerade in meinem Job nicht mehr und ich brauche jetzt was Neues.“ Oder, „Ich bin arbeitslos. Ich brauche jetzt einfach erstmal einen Job und ich brauche jetzt einen Einstieg.“ Und ich finde, das ist was ganz Normales und das ist auch in Ordnung. Und dann braucht man sich auch keine extra Begeisterung und Motivation aus den Fingern saugen. Am Ende müssen wir als Unternehmen ja auch dafür sorgen, dass sich die Bewerber bei uns wohlfühlen und dass sie Lust auf uns haben. Also ich finde, es ist einfach zweiseitig. Also da muss man jetzt nicht wahnsinnig ausholen und überlegen, warum ist man jetzt begeistert. Ich weiß selber wie es ist. Manchmal sagt man auch einfach, man braucht jetzt einen Job. Und dann guckt man wahrscheinlich einfach nach einer Stelle und bewirbt sich drauf. Also das kann ganz, ganz authentisch sein und ehrlich.

Vasilena: Das finde ich auch ganz, ganz wichtig zu wissen. Das nimmt so ein bisschen Druck, glaube ich, weg. Weil man eher so immer das Gefühl hat, man muss sich ganz toll darstellen und manchmal vielleicht ein bisschen Angst hat, ganz ehrlich zu sein. Aber letztendlich klingt das auch so für mich, dass am Ende wirklich die Authentizität mehr zählt.

Babette: Genau. Das ist so. Und das ist liest man auch aus einer Bewerbung heraus. Das merkt man schon.

Vasilena: So, dann hast du eine Bewerbung bekommen und der Kandidat oder die Kandidatin sieht sehr aussichtsreich aus. Und du lädst entsprechend sie oder ihn zum Bewerbungsgespräch ein. Das ist auch ein Thema, das meine Leser sehr interessiert. Ein Bewerbungsgespräch auf Deutsch? Ja, gerade für diejenigen, die noch nicht so fließend Deutsch sprechen, beziehungsweise für diejenigen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Zunächst einmal, was würdest du im Allgemeinen ausländischen Bewerbern raten, die sich auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten?

Babette: Habe ich auch im Vorhinein darüber nachgedacht, was man da raten kann. Am Ende ist es, glaube ich, so, wirklich versuchen, die Angst zu verlieren, indem man sich erstmal gut vorbereitet. Und mit gut vorbereiten meine ich gar nicht, irgendwelche Phrasen auswendig zu lernen, sondern wirklich überlegen: Warum bewerbe ich mich bei dem Unternehmen? Wie bin ich auch darauf gekommen, vielleicht auf die Stellen? Was macht das Unternehmen? Das ist schon ganz wichtig, dass man sich damit einfach darauf vorbereitet. Und da kann man sich auch von anderen abheben, auch wenn man vielleicht nicht abgefragt wird im Interview. Aber man kann zumindest/ man kriegt das ganz schnell mit, ob sich jemand mit dem Unternehmen beschäftigt hat. Und beim Sprachlichen ist es einfach so, klar, es kommt immer darauf an: Bei welchem Unternehmen bewirbst du dich? Welcher Personaler sitzt da vielleicht gerade vor dir? Ich kann einfach nur aus meiner Richtung sprechen oder von uns, bei uns ist es so, wir versuchen einfach eine schöne Atmosphäre auch zu schaffen, wo wir sagen, derjenige fühlt sich wohl. Ich kann immer nur sagen, wenn ich Bewerber habe, die vielleicht auch nicht so gut Deutsch sprechen oder auch gar kein Deutsch, ich bin immer sehr, sehr beeindruckt, wenn jemand zu uns kommt und sich dann vielleicht auch noch entschuldigt, dass er nicht Deutsch spricht. Dann sage ich immer, „Um Gottes willen! Brauchen Sie sich nicht entschuldigen. Ich muss mich eher entschuldigen, dass ich jetzt vielleicht kein Tschechisch, Polnisch, Russisch spreche. Es ist tatsächlich so, dass wir jetzt auf Deutsch hier sprechen.“ Ich kann dann immer noch anbieten, dass wir einfach auch ins Englische rutschen und einfach zwischen Deutsch und Englisch auch switchen. Und ich versuche dann einfach, immer eine angenehme Atmosphäre auch zu schaffen. Am Ende ist es so, der Tipp wäre wirklich einfach, nicht auswendig lernen, sondern wirklich erstmal darauf vertrauen, dass diejenigen, die da vor einem auch sitzen, dass die einen wollen, dass die einen eingeladen haben, weil sie interessiert sind. So ist es ja bei uns genauso. Ist ja immer was Gegenseitiges. Und dass man dann einfach über wirklich das Interesse und ein ordentliches Gespräch dann da auch hinkommt. Und wenn man auch mal stockt, das ist überhaupt kein Problem. Also für uns geht es wirklich darum, dort Informationen auch auszutauschen, sich kennenzulernen in einem guten Gespräch. Und das heißt nicht, dass man wirklich fließend ganz, ganz toll Deutsch kann. Sondern einfach die Informationen, die man braucht, auch kriegt. Und am Ende, uns geht es ja genauso. Ich spreche auch nicht tausend Sprachen. Das ist so. Ich entschuldige mich dann auch immer, wie gesagt, wenn ich dann eben kein Tschechisch oder Polnisch oder Russisch kann. Und dann ist die Stimmung eigentlich meistens auch schon gelöst, wenn sie das merken. Genau.

Vasilena: Sehr schön. Das ist immer gut zu wissen. Da ist, glaube ich, so die erste Barriere auch erstmal überwunden, wenn man weiß, nicht so sehr die fließende Sprache, sondern auch tatsächlich die fachlichen Qualifikationen sind letztendlich entscheidend. 

Babette: Wir haben uns auch schon mit Händen und Füßen unterhalten. Das ging genauso. Einfach zwischendurch immer lachen, ein bisschen locker bleiben dabei und dann, ich glaube, dann kommt das von selber. Aber, wie gesagt, das ist immer was Beidseitiges. Da kann man, glaube ich, nicht generell raten.

Vasilena: Ja, gibt es denn noch einige Standardfragen, die im Bewerbungsgespräch gestellt werden, liebe Personalerin?

Babette: Also auch da, ich kann immer nur für mich sprechen am Ende, beziehungsweise wie wir das machen. Klar, gibt es irgendwo einen Standard, wenn man für eine Stelle rekrutiert, dann muss man ja am Ende Kandidaten und Gespräche auch vergleichen können. Also wird es irgendwo einen Standard geben. Am Ende ist es so, wir rattern dort kein Standard runter von unserer Seite. Wir sagen, wir werden den, die Kandidaten einfach kennenlernen, wollen uns aber auch vorstellen, unser Unternehmen. Das sage ich auch gleich am Anfang bei jedem Interview, dass das für uns immer was Beidseitiges ist. Und am Ende ist es einfach die Natürlichkeit, die dann siegt. Und was die Gesprächsführung, die Standardfragen angeht, es gilt für mich genauso, wie für den Kandidaten. Ich bereite mich auch nicht mit Standardfragen drauf vor, jeder Kandidat ist anders, jeder Mensch ist anders. Das heißt, wir versuchen wirklich kennenzulernen und einfach herauszufinden, was ist die Motivation, wo steht der- oder diejenige gerade im Leben, warum bewerben sie sich bei uns. Und wenn man das als Standardfrage auslegen will, dann ist das wahrscheinlich eine. Also was ist die Motivation dahinter? Warum hat man sich beworben auf was? Wo will man hin? Wo ist man gerade? Wo hat man vielleicht noch Schwierigkeiten? Ich frage immer ganz gerne wirklich, um zu verstehen, wie der Kandidat auch tickt. Was ist ihm oder ihr denn überhaupt wichtig? Also was müssen wir denn als Arbeitgeber auch mitbringen, um beim Kandidaten zu landen am Ende? Also deswegen sage ich immer ganz, ganz beidseitig. Diese Frage nach Stärken und Schwächen, das wird man, glaube ich, ganz, ganz oft lesen. Das ist was, die stelle ich zum Beispiel nicht als Standard, sondern das versuche ich dann tatsächlich auch herauszufinden. Was liegt einem? Was macht einem Spaß? Was liegt einem vielleicht aber auch nicht? Und das mache ich am Ende nicht, um jemand dort vorzuführen, sondern wirklich zu schauen – ich kenne ja dann die Stellen, ich kenne uns – um einfach herauszufinden, könnte sich derjenige tatsächlich in der Stelle auch wohlfühlen und beweisen. Also da geht es wirklich darum um einen Fit und nicht, etwas richtig und falsch zu machen. Und das ist, glaube ich, auch wieder ein ganz wichtiger Tipp und Hinweis. Nicht überlegen, was wollen diejenigen jetzt hören, sondern tatsächlich ehrlich darauf antworten. Weil, am Ende geht es ja jedem Bewerber so, es soll ja am Ende für diejenigen auch passen, die sollen sich wohlfühlen, sollen den Job gerne machen. Und das findet man eben nur heraus, wenn dann auch ehrlich ist. Genau.

Vasilena: Ja, einige Leser fragen auch nach Standardantworten, beziehungsweise vorgefertigte Antworten. Ich kann das natürlich ein Stückchen verstehen, wenn man aufgeregt ist und in so ein Bewerbungsgespräch reingeht, möchte man natürlich schon zwei, drei, fünf Sätze vielleicht bereit haben, die man sagt und die möglichst einen in einem guten Licht darstellen. Wie siehst du das Thema vorgefertigte Antworten, Standardantworten?

Babette: Also ich glaube, Standardantworten in dem Sinne gibt es nicht oder sollte es nicht geben. Aber das, was ich vorhin auch schon gesagt habe, was ganz, ganz wichtig ist, ist die Vorbereitung. Also man sollte sich wirklich mit sich selber beschäftigen und überlegen: Warum bin ich jetzt eigentlich dort? Warum habe ich mich beworben? Wo befinde ich mich gerade im Leben? Wo komme ich her und wo will ich hin? Und das ist eigentlich die Vorbereitung, die man braucht. Und dann wird man automatisch, wenn man das für sich selber erkannt und verstanden hat, dann wird man auch eine gute Antwort geben können. Also wenn man überhaupt gut sagen kann. Gut in Anführungsstrichen. Es ist wirklich so: Was bringe ich mit? Was will ich? Was ist mir wichtig? Und da muss man sich einfach darüber bewusstwerden. Und das, finde ich, ist die viel wichtigere Vorbereitung. Also wirklich sich mit dem Unternehmen beschäftigen, aber vor allem mit sich selber beschäftigen. Und dann, ich denke auch, wenn man wieder über das Sprachliche redet, dann kann man sich damit auch beschäftigen, um zu erklären, was will ich denn jetzt sagen. Also wie erkläre ich denn jetzt auf Deutsch oder auf Englisch: Was habe ich bisher gemacht? Wo will ich hin? Und ich glaube, da kann man sich wirklich gut vorbereiten, ohne Sätze auswendig zu lernen, sondern einfach sich damit zu beschäftigen. Und das ist, glaube ich, die beste Vorbereitung, die man machen kann.

Vasilena: Ganz viel über sich sprechen vor dem Spiegel.

Babette: Genau. Also einfach, man kann sich vielleicht immer so ein bisschen vorstellen, so wie wir jetzt miteinander sprechen, wir kennen uns ja nun schon so lange, aber irgendwann haben wir uns erstmal kennenlernen müssen. Und wenn man dann wirklich mit einer guten Freundin auch spricht oder jemand, den man vielleicht auch im Urlaub neu kennenlernt, dann muss man sich ja auch irgendwo vorstellen. Das ist am Ende ähnlich. Also wo warst du gerade im Urlaub? Was hast du gemacht? Warum bist du jetzt in dem Land? Warum hast du dich dafür entschieden? Ist im Prinzip genauso mit einem Unternehmen. Und man sollte einfach wirklich wissen, was kann man. Wenn man schon praktische Erfahrung, Berufserfahrung gesammelt hat, dann sollte man sagen können wirklich: Wo hat man die gesammelt? Und klar, das kann man sicherlich lernen. Da kann man dann auch Phrasen lernen. Aber das ist dann mehr kein Auswendiglernen von Standardantworten, sondern eher: Wie kann ich erklären, was ich bisher gemacht habe? Und ich glaube, das ist dann einfacher. Vermutlich.

Vasilena: Worauf achtest du dann besonders im Bewerbungsgespräch, wenn du den Kandidaten oder die Kandidatin vor dir hast?

Babette: Wir haben es schon ein paar Mal gesagt. Also Natürlichkeit ist es tatsächlich. Für mich gibt es keine richtigen oder falschen Antworten in dem Sinne, sondern einfach ein Kennenlernen und ein Herausfinden, ob wir zusammenpassen. Das sagen wir auch ganz oft im Interview, dass diejenigen selber die Zeit nutzen sollen, Fragen stellen sollen. Wir versuchen uns natürlich auch zu beschreiben. Und am Ende ist es, neben der Natürlichkeit, will ich natürlich herausfinden mit dem, was ich eigentlich schon aus dem Lebenslauf auch herausgelesen habe, die Qualifikationen, die Erfahrungen, die ich dort gelesen habe, da will ich dann natürlich auch verstehen, dass sich das bestätigt. Dass ich also wirklich merke: Passt das am Ende zum Unternehmen und zur Stelle an sich? Das ist ganz, ganz wichtig. Und da muss man dann am Ende einfach schauen. Da kann es am Ende auch mal ein Feedback geben, wo man sagt, „Das, denke ich, passt. Das, denke ich, bringen Sie noch nicht mit.“ Das guckt man sich dann im Interview wirklich an. Aber auch da ist es einfach etwas Beidseitiges. Und von daher gibt es auch da nicht die ultimative Formel, wo ich sage, „Also wenn ihr so und so seid und ganz natürlich seid, dann kriegt ihr auf jeden Fall den Job.“ Das ist es nicht. Das ist immer eine Kombination aus Persönlichkeit und dem, was man einfach fachlich mitbringt und diesen Fit zur Stelle. Und was die Stelle an sich angeht, das kann nun mal wirklich nur das Unternehmen, die Unternehmensvertreter können das entscheiden. Also es gibt kein Standardrezept dazu, einfach natürlich bleiben, sich gut vorbereiten und versuchen, gemeinsam herauszufinden, ob es für euch passt und für das Unternehmen eben auch.

Vasilena: Das hast du jetzt sehr schön zusammengefasst. Und das wäre auch meine nächste Frage gewesen. Wann hat ein Bewerber, beziehungsweise eine Bewerberin, bei dir die besten Erfolgsaussichten im Interview?

Babette: Also es ist eigentlich genauso, wie ich es gerade gesagt habe. Natürlich bleiben und aber am Ende da kann man nicht viel tun als Bewerber. Man kann einfach nur sagen, was bringt man mit. Und dann ist es die Entscheidung passt es oder passt es nicht. Also es muss natürlich auf die Stelle passen. Und wir müssen auch das Gefühl haben, oder ich muss dann irgendwo auch das Gefühl haben, dass man sich dort vielleicht, wenn man noch nicht alles mitbringt, das ist auch nicht schlimm, dass man sich aber dorthin entwickeln kann. Und dass man einfach wissbegierig ist. Man will lernen, dass man dort vielleicht dann auch hinkommt, wo man hin soll. Wir, ich zumindest, oder wir auch, wir sagen nie, wir brauchen jemand, der hundert Prozent passt. Das passt meistens nie. Wahrscheinlich auch nicht für den Bewerber. Der Bewerber wird auch immer sein Paket haben an Vorstellungen, was das Unternehmen alles mitbringen soll. Ist auch natürlich. Auch ein Unternehmen trifft das nicht immer hundert Prozent. Und so ist es umgedreht genauso. Und ich glaube, wenn man sich das immer wieder sagt, dann weiß man einfach, das ist so eine zweiseitige Geschichte. Gut darauf vorbereiten und dann einfach schauen, ob man wirklich vielleicht in das Unternehmen und zu der Stelle auch passt, zu den Aufgaben, die da zu erledigen sind. Und so wird dann eben am Ende auch entschieden. Chemie muss stimmen auf beiden Seiten, dass man sich einfach auch wohlfühlt. Also sowohl Kandidat, Kandidatin, als auch wir vom Unternehmen. Das merkt man aber, glaube ich, schnell. Bei einem guten Interview lacht man dann zwischendurch auch immer, ist eine lockere Atmosphäre für uns eben auch. Und so versuchen wir das eigentlich auch immer zu handhaben.

Vasilena: Letztendlich klingt das auch für mich ein bisschen so, dass man das nicht zu persönlich nehmen sollte, wenn es am Ende doch eine Absage wird.

Babette: Genau. Das ist auch tatsächlich so. Was ich auch immer sagen kann, wenn ich merke, dass ein Bewerber auch, sage ich mal, nervös ist, dann versuchen wir das eigentlich immer ein bisschen aufzulockern am Anfang, eine gute Atmosphäre auch zu schaffen. Das ist, glaube ich, auch gar nicht schlecht, muss man auch sagen, ein bisschen nervös zu sein. Für mich heißt das immer, dass sich der- oder diejenige wirklich auch dafür interessiert und sich damit beschäftigt hat. Wenn es dem Bewerber egal wäre und der da ganz, ganz cool sitzt, dann würde ich mir wahrscheinlich sogar ein bisschen Gedanken machen, ob sie da vielleicht zu abgeklärt sind und das vielleicht gar nicht wollen. Also von daher, ist überhaupt nicht schlimm, nervös zu sein.

Vasilena: Sehr schön, Babette. Ich glaube, mit dir im Gespräch hätte man überhaupt gar kein Problem. Also ich wünsche all meinen Lesern und Zuhörern und Zuschauern einfach eine Personalerin wie du. Ja. Dann bedanke ich mich ganz, ganz herzlich für das Gespräch bei dir.

Babette: Danke dir.

Vasilena: Ich glaube, du hast uns so viele wertvolle Informationen gegeben. Das macht so richtig Spaß jetzt, eine Bewerbung zu schreiben und sich zu bewerben. Also ich fühle mich jetzt ganz positiv aufgeladen.

Babette: Du hast ja einen schönen Job, Vasi. Den machst du gut.

Vasilena: Und ich bin mir sicher, dass du diese positive Energie auch auf die Zuschauer jetzt übertragen konntest. Deshalb bedanke ich mich ganz, ganz herzlich bei dir, Babette. Und ich wünsche dir dann auch viel Erfolg weiterhin im HR-Bereich.

Babette: Dankeschön. Ich wünsche auf jeden Fall deinen Schülern ganz viel Erfolg. Wenn sie mal in die Bewerbungsphase kommen, dass sie dann das vielleicht auch nutzen können. Danke, Vasi.

Vasilena: Danke. Bis bald.

3 Responses to Bewerbungsgespräch auf Deutsch – Tipps der HR-Expertin |Deutsch für High Professionals

  1. Hallo liebe Wasi,
    hallo liebe Babette,

    vielen Dank für dieses spannende und sehr nützliche Gespräch!

    Ich habe eine Frage: Was meint ihr beide über die Geschwindichkeit, mit der die Deutschen sprechen? Das erschwert extrem den Prozess „Hören – Verstehen“ beim Deutschlernen im Allgemeinen sowie beim Gespräch mit deutschen Freunden, Geschäftspartnern usw.
    Ich würde sehr dankbar sein, wenn Du, liebe Wasi uns Tipps gibst wie man damit zurecht kommen kann.
    Und hier eine Idee für ein neues Beitragthema: Verben im Deutschen, die eine bestimmte Präposition nach sich ziehen – wie kann man das auch leichter und erfolgreich meistern?

    • Hi Milena, vielen Dank für Deinen Kommentar. Das ist eine gute Frage. Die Entwicklung des Hörverständnisses ist eine der größten Herausforderungen, der wir uns als Nicht-Muttersprachler stellen müssen. Das Verstehen fällt uns so schwer, weil unser Gehirn noch nicht alle Sprachmuster erkennt. Wir können ihm helfen, indem wir sooft wie möglich Deutsch sprechen und hören. Mit der Erfahrung entwickeln wir ein besseres Hörverständnis, da wir beginnen, die einzelnen Muster zu erkennen. Dazu habe ich folgendes Video gemacht: https://www.business-nemski.com/razbirane_nemski_slushane.

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